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Werkstraße o. Nr.
52531 Übach-Palenberg
Deutschland
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e-Mail: info@neuman-esser.de
Telefon: +49 (0)2451 481 01
Telefax: +49 (0)2451 481 100

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Registergericht: Amtsgericht Aachen
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31NEA eNEWS

NEA eNEWS Ausgabe 31

Editorial

Digitaler Aufbruch

Die „Digitale Transformation“ wird genauso entscheidend gewertet wie die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert. Dieses Thema beherrscht die Medien zurzeit wie kein anderes, dennoch ist es für Viele kaum greifbar. Die Mehrheit aller Unternehmen sieht in der Digitalisierung Chancen für Wachstum, ohne jedoch konkrete Angriffspunkte für die Umsetzung zu haben.

In den unterschiedlichen Branchen entwickeln sich viele Facetten der Digitalisierung. Neue Geschäftsmodelle entstehen, branchenfremde Wettbewerber etablieren sich auf unerwartetem Terrain, und Kundenanforderungen ändern sich. Das Sammeln und die Auswertung großer Datenmengen und deren intelligente Nutzung sind die Voraussetzung, um Mehrwerte für den Kunden zu schaffen. Die damit einhergehende Vernetzung im eigenen Unternehmen, aber auch mit Geschäftspartnern, schafft Transparenz und Flexibilität.

Bevor jedoch Digitalisierungspotenziale in Unternehmen umgesetzt werden können, muss die Bereitschaft für digitale Veränderungen in den Köpfen der Belegschaft entstehen. Das heißt, Verständnis für neue Prozesse erzeugen und Mitarbeiter motivieren, so dass sie Bewährtes kritisch hinterfragen und neue Ideen entwickeln. Nur dann führt eine Digitalisierungsstrategie zum Erfolg. Unsere Aufgabe als Unternehmer ist es, diese offene Kultur zu fördern und Vorbehalte abzubauen. Eine gemischte Altersstruktur mit einem großen Anteil der Generation Y wie bei NEUMAN & ESSER hilft dabei.

Da wir das digitale Zeitalter als große Chance für die NEA GROUP erkennen, haben wir zwei Wege gewählt. Erstens: In einem Workshop mit unseren internationalen Führungskräften wurden Digitalisierungspotenziale in der NEA GROUP identifiziert und konkrete Projekte besprochen. Zweitens: Mit unserer Beteiligung am Netzwerk digitalHUB Aachen e.V., das Start-Ups und den regionalen IT-Mittelstand mit Anwendern aus Industrie und Wirtschaft zusammenbringt, versprechen wir uns weitere Anregungen.

Neu in dieser Ausgabe ist außerdem ihre Struktur, die unsere drei Geschäftsbereiche Kompressortechnik, mechanische Verfahrenstechnik und Dichtungstechnik widerspiegelt, so dass wir in Zukunft auch Beiträge von STASSKOL mitaufnehmen werden. Innovationen und Referenzberichte lassen sich auf diesem Weg direkt zuordnen. Gerne blicken wir auf unser Jubiläum - 125 Jahre Familie Peters und NEUMAN & ESSER - zurück. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der NEA eNEWS!

Stefanie Peters und Alexander Peters
Geschäftsführende Gesellschafter

Neue kompakte Lösung

LNG Projekt - Verbindung von zwei Technologien in Dubai

Die Stadt Dubai hat mit 2,5 Millionen Einwohnern und jährlich 14 Millionen Touristen einen extrem hohen Energiehunger, unter anderem für Meerwasserentsalzung und Klimatisierung.

Das Unternehmen DUSUP stellt die Energieversorgung des Emirats sicher. Im Jahr 2010 baute DUSUP dafür ein Terminal, das den Import von Flüssigerdgas (in Englisch LNG Liquefied Natural Gas) über eine Floating Storage Regasification Unit (FSRU) ermöglicht. Die FSRU ist ein umgebauter LNG Tanker, der fest verankert ist. Hier wird das verflüssigte, -160°C kalte LNG erwärmt und im gasförmigen Zustand an das Festland befördert.

Aufgrund des gestiegenen Energiebedarfs in Dubai, beauftragte DUSUP bei Excelerate Energy einen größeren und effizienteren FSRU. Bei Excelerates vorhandenem FSRU Explorer wurden die Transferraten auf bis zu 1,2 Mio. m³/h erhöht und zusätzliche Neuerungen installiert. Die FSRU hat jetzt einen LNG-Bunker, um kleine LNG Abnehmer zu beladen. Die Explorer kann jetzt auch LNG Frachter betanken, die das Trockendock verlassen, und Erdgas herunterkühlen.

Das 290 Meter lange und knapp 45 Meter breite Schiff hat eine LNG Speicherkapazität von 151.000 Kubikmetern. Den eigenen Energiebedarf deckt die Explorer mit einem Dual Fuel Generator. Dual Fuel sind Motoren, die zwei Kraftstoffe wie sauberes Erdgas und günstigen Diesel nutzen können. Ein System, das sich derzeit im Schiffsbau durchsetzt, weil sich weltweit die Abgasnormen in den Häfen verschärfen. Die verbesserte Explorer kann somit auch Dual Fuel Schiffe betanken.

Kombination aus Radial- und Kolbenverdichter

Um das Erdgas in das nationale Gasnetz einspeisen zu können, muss es an die Anforderungen des Netzbetreibers angepasst werden. Die Anlage zur Einspeisung in das lokale Pipeline-Netz besteht aus einem kombinierten Radial- und einem Kolbenverdichter, ein Gemeinschaftsprojekt von Atlas Copco Gas and Process zusammen mit Langzeitpartner NEUMAN & ESSER. Darüber hinaus lieferte Atlas Copco Gas and Process als führender, international agierender Industriekonzern mit viel Erfahrung im Bereich LNG ein übergeordnetes Steuerungssystem. Die Ansaugbedingung aus den LNG Tanks für den vorgeschalteten Turbo-Radialverdichter von Atlas Copco ist ca. 1 bar abs. bei -140°C. In den ersten beiden Kompressorstufen verdichtet er permanent 5.500 kg/h Gas auf 6,5 bar.

Von dort aus gelangen etwa 1.000 kg/h zu den Generatoren zur Stromerzeugung bzw. zur Rückverflüssigung des Gases. Im nächsten Schritt komprimiert der zweistufige NEA Verdichter etwa 4.500 kg/h des mittlerweile 40°C warmen Erdgases auf 70 bar. Der Kolbenverdichter schaltet sich bei Energiebedarfsspitzen und Beladungsvorgängen sowie während der gesamten Winterzeit hinzu.

Der NEA Kompressor bietet die hohe Flexibilität der besonders kompakten Lösung. Er arbeitet auch bei variablen Betriebsbedingungen hoch effizient; der Wirkungsgrad ändert sich dabei nicht wesentlich. Somit ist diese kombinierte Anlage aus zwei unterschiedlichen Verdichterprinzipien optimal bei großen Durchsatzmengen und sich verändernden Verhältnissen.

»Die Koordination mit Atlas Copco war partnerschaftlich und auf Augenhöhe.«

Erfolgreiche Integration zweier Technologien

Wie alle Maschinen auf See, benötigt auch diese Anlage eine Marine-Klassifizierung. Definitiv verfügt NEUMAN & ESSER über außerordentliche Erfahrungen bei der Marine-Klassifizierung. Der NEA Kompressor auf der Floating Liquefied Natural Gas Plattform Prelude, der größten schwimmenden Fabrik, die jemals gebaut wurde, sollte die Anforderungen der Marineklasse 1A von Lloyd’s Register of Shipping erfüllen. Der Verdichter musste dafür nachweisen, Böengeschwindigkeiten von bis zu 330 km/h und einer maximalen Wellenhöhe von 27,5 m standzuhalten.

Für NEA Projektleiter Karl-Heinz Hammes lag die Herausforderung nicht nur bei den technischen Aspekten des FSRU Projekts: „Die Koordination mit Atlas Copco Gas and Process war partnerschaftlich und auf Augenhöhe. Dennoch ist es nicht einfach, die beiden unterschiedlichen Systeme, also einen Radial- und einen Kolbenverdichter, in eine Anlage zu integrieren. Das erfordert viel Abstimmung und Kommunikation aller Beteiligten.“ Dass Karl-Heinz Hammes und seine Mannschaft diese Aufgabe mit Bravour gemeistert haben, lässt sich mittlerweile sogar sehen, denn die Anlage läuft seit einigen Wochen problemlos im Golf von Dubai (Standort des Schiffes).

Bei einem neuen Auftrag für den LNG Markt sind die NEA Kolbenkompressoren diesmal auf der kalten Seite wiederzufinden. Die Installation wird in einem LNG Terminal in Russland in der Nähe von St. Petersburg erfolgen. NEUMAN & ESSER liefert hier zwei Kolbenkompressoren bei einer Ansaugtemperatur von -160°C.

NEAC & Dresser-Rand

Magnum Ventile mögen's harsch

Im Zuge der Zusammenarbeit zwischen NEAC Compressor Service und Dresser-Rand in Deutschland ergeben sich weitere Möglichkeiten, die Zuverlässigkeit von Kolbenkompressoren bei NEAC Kunden in vielen Fällen zu verbessern.

Was fürchten Betreiber von Kolbenkompressoren, die mit Platten- oder Ringventilen ausgerüstet sind, am meisten? Die Antwort: Öl, Flüssigkeiten und Prozessrückstände. In Raffinerien gehören jedoch Öle, ölige Flüssigkeiten bis hin zu wässrigen Bestandteilen im Gas zum Alltag. Kurze Standzeiten der Ventile sind die Folge.

Wenn lange Standzeiten gefragt sind

NEAC Compressor Service hat deshalb ein neues Ventil in das Portfolio aufgenommen: Das „Magnum“ Ventil. Neu ist es nicht, aber in Europa bisher selten anzutreffen. Es handelt sich um ein Problemlöser Ventil aus den USA, wo sich dieses seit vielen Jahren in rauer Atmosphäre, wie eben in Raffinerien, zu Tausenden bestens bewährt hat. Betreiber berichten von „sensationellen“ Verbesserungen der Standzeiten nach einem Wechsel zu Magnum Ventilen.

Die Dichtelemente sind keine „Pilze“ oder „Poppets“, sondern kleine, kompakte, zylindrische Dichtelemente, die alle unabhängig voneinander arbeiten. Taumeln, wie bei Platten oder Ringen, gibt es nicht; Biegung ebenso wenig. Damit erklärt sich die Robustheit von selbst.

Der Gasstrom wird durch eine Vielzahl gerade gebohrter Kanäle geführt. Zusammen mit dem Design einer Mehrlochblende sorgen Magnum Ventile für minimale Druckverluste, eine Reduzierung des Geräuschpegels und eine potentielle Minderung von Gaspulsationen im Zylinder.

Das sich hartnäckig haltende Gerücht, Magnum Ventile seien weniger effizient, ist mittels pV-Dia-gnose eindeutig widerlegt worden.

So wenig Bauteile wie nötig

Im Hinblick auf die oft harsche Anwendung werden Magnum Ventile mit wenigen Bauteilen so einfach wie möglich gehalten. Aus diesem Grund gibt es keine austauschbaren Ventilsitzplatten oder dergleichen.

Für Magnum Ventile gibt es nur zwei Typen Dichtelemente und insgesamt acht Federn. Damit werden weltweit alle Ventile ausgerüstet und instandgesetzt. Somit sind die Reparaturkosten eines Magnum Ventils deutlich geringer im Vergleich zur Überholung eines Platten- oder Ringventils. Da die Überholung von Magnum Ventilen so einfach ist, kann diese von jeder Fachwerkstatt oder vom Betreiber selbst durchgeführt werden. Der Erfolg der von der NEAC bisher installierten Magnum Ventile spricht für sich.

NEAC & HOFER

Stefan Damberg im Interview

NEAC Compressor Service übernahm zum 1. April 2016 die Aftermarket-Betreuung der HOFER Membran- und Kolbenverdichter im Öl & Gas Segment in Europa. Diesen Bereich bedient die NEAC seit über 25 Jahren für zahlreiche OEM Verdichterfabrikate: Martina Frenz interviewte Stefan Damberg, Produkt Manager Service HOFER, um Einblicke in seine neue Service-Welt zu gewinnen.

Wie haben Ihre neuen Kunden auf den Hinweis der Servicebetreuung von HOFER Maschinen durch die NEAC reagiert? Die Resonanz der HOFER Kunden war sehr positiv. Die Kunden mit signifikanten Problemen meldeten sich erwartungsgemäß zuerst. Dies rührt daher, dass HOFER zuvor nicht als Service- Unternehmen aufgestellt war, sondern aus Kapazitätsgründen nur drei Servicetechniker direkt vom Werk aus für Einsätze weltweit beschäftigte.

Welche Serviceleistungen bietet die NEAC den HOFER Kunden an? Welche Vorteile ergeben sich daraus für sie? Das Portfolio ist groß. So haben HOFER Kunden nun Zugriff auf eine weltweit agierende Service-Organisation, genießen eine aktive Vertriebsbetreuung, und es stehen ausgebildete und zertifizierte Servicetechniker für Wartung, Überholung und Reparaturen zur Verfügung. Für Verbesserungen und technische Lösungen stehe ich Ihnen als Produkt Manager zur Seite.

Welches Resümee ziehen Sie aus den ersten sechs Monaten der NEAC Serviceeinsätze? Von April bis heute hatten wir rund 40 Serviceeinsätze. Zu Beginn wurden vier Servicetechniker eine Woche lang intensiv in Theorie und Praxis geschult, in einer zweiten Schulungswelle drei weitere Techniker, da der Bedarf höher war als angenommen. Außerdem wurde speziell für HOFER Maschinen ein Elektriker ausgebildet, der sich in die Steuerungstechnik „reinfuchst“. HOFER hält uns also ganz schön auf Trab!

Mit welchen Kunden existieren Rahmenverträge für Kolbenverdichter? Wie wird dies bei Membranverdichtern gehandhabt? Wir haben bereits Rahmenverträge mit großen Raffinerien, Betreibern von Industriegasanlagen und anderen Kunden abgeschlossen. Bei den meisten wurden die Membranverdichter in die bestehenden Verträge unbürokratisch mitaufgenommen.

Mit HOFER betreut die NEAC das 12. OEM Verdichterfabrikat. Fällt mit jeder neuen Lizenz die Lernkurve steiler aus? Mit HOFER nahezu senkrecht! Der Unterschied mit HOFER zu den anderen OEMs ist, dass es sich hierbei um ein lebendiges und sehr anspruchsvolles Produkt handelt. Das heißt, Rückschlüsse aus den Serviceeinsätzen fließen in die Weiterentwicklung und damit auch direkt in den Herstellungsprozess dieser Maschinen mit ein.

Was bereitet Ihnen besonderen Spaß bei Ihrem Job als Produkt Manager? Meine Hauptaufgabe besteht darin, das HOFER Produkt in Bezug auf Service weiterzuentwickeln. Bei den ersten Einsätzen habe ich selbst „mitgeschraubt“, um das Produkt bis ins letzte Detail zu verstehen. Der Service an Membranverdichtern schließt auch Motor, Ventile und Steuerung mit ein. Er ist also umfangreicher als bei Kolbenverdichtern, bei denen rein mechanische Arbeiten gefragt sind. Eine spannende Aufgabe!

Wie sieht der nächste Schritt bei NEAC Compressor Service aus? Am 1. Jan. 2017 beginnt die Phase 2 der Integration von HOFER bei NEAC. Die Internationalisierung wird in Angriff genommen. Nach einer weiteren Schulung werden ausgewählte Standorte wie USA, Dubai und Indien bestens auf Ihre Einsätze vorbereitet sein.

Gut gesichtet

Der neue GRC-Windsichter liefert revolutionäre Ergebnisse

Ein wichtiges Merkmal von Kunststoffen ist, dass sich ihre Eigenschaften wie Formbarkeit, Härte, Elastizität, Festigkeit oder Temperaturbeständigkeit durch die Beimischung von Additiven und Füllstoffen variieren und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Anwendung anpassen lassen. Wobei Additive in der Regel eher in kleinen Mengen hinzugefügt werden. Füllstoffe sind vor allem Streckmittel, die bei der Kunststoff-herstellung teure Rohstoffe durch Günstigere ersetzen. Einige verbessern aber zusätzlich die Eigenschaften des Endprodukts.

Calciumcarbonat und Talkum sind die am häufigsten verwendeten Füllstoffe bei Kunststoffen. Calciumcarbonat verbessert die Festigkeitseigenschaften und die Witterungsstabilität. Talkum verbessert unter anderem die Steifigkeit und die Wärmestandfestigkeit.

Die Partikelgrößenverteilung eines Füllstoffs ist ein entscheidender Faktor für die Eigenschaften des Kunststoffes. Bei der Herstellung der Füllstoffe wird eine genau definierte Partikelgröße durch Zerkleinern und nachfolgender Trennung nach Größe erreicht, der so genannten Klassierung.

Üblicherweise erfolgt die Klassierung im Anschluss an die Zerkleinerung in einer Mühle. Während man die Klassierung durchaus in die Mühle selbst integrieren kann, ist ein externer nachgeschalteter Windsichter gängige Praxis. Dies gilt insbesondere für Kugelmühlen.

Feststoffklassierung mit GRC-Windsichter

Auch vor einem Zerkleinerungsprozess ist der Einsatz eines Windsichters mitunter vorteilhaft. Befindet sich bereits im Aufgabegut eine große Menge Fertiggut, ist es sinnvoll diesen Anteil vor-her abzutrennen. Dieses Feingut belastet dann nicht mehr die Mühle und vermeidet die Übermahlung des Materials.

Der GRC-Windsichter (Guide Ring Classifier) von NEUMAN & ESSER (NEA) ist ein solcher Windsichter, der in beiden genannten Schaltungen, vor und nach Mühle, betrieben werden kann. Sein ursprünglicher Arbeitsbereich lag bei Klassierungen von ungefähr 200 μm bis etwa 20 μm (1 μm = 0,001 mm).

Der Windsichter teilt das sogenannte Aufgabegut in Feingut auf der einen und Grobgut auf der an-deren Seite auf. Die im hauseigenen NEA Technikum installierte Baugröße GRC 820 erreicht bei mittleren Feinheiten Durchsätze von einigen Tonnen pro Stunde. Für die Klassierung im hohem Feinheitsbereich reduziert sich der Durchsatz auf einige hundert Kilogramm pro Stunde, weil die Anzahl der zu klassierenden Partikel exponentiell ansteigt: Werden 0,1 mm große Partikel auf 0,01 mm zerkleinert vertausendfacht sich dabei die Anzahl der Partikel.

Das Aufgabegut wird über ein vertikales Rohr von oben zugeführt. Nachdem das Aufgabegut über das Zuführungsrohr auf einen Verteilerteller oberhalb des Sichterrades fällt, wird es nach außen geschleudert. Dort gelangt das Material in einen Ringspalt, der nach innen durch das Sichterrad und nach außen durch den Luftleitring begrenzt wird.

Die zur Klassierung benötigte Luft wird von außen zugeführt und trägt die Partikel zur Trennzone des Sichterrades. Kleine Partikel, also das Feingut, werden mit der Sichtluft durch das Sichterrad getragen, wo es das Sichtergehäuse unterhalb des Sichters verlässt. Das Feingut wird dann im nach-folgenden Filter abgeschieden.

Zu große Partikel weist das Sichterrad ab und sie gelangen als Grobgut zum Boden des Sichters. Eine Schleuse trägt dieses Material dort aus.

Viele Verbesserungen ergeben revolutionäres Ergebnis

Um die Leistungsfähigkeit zu verbessern, hat NEA nun den GRC-Windsichter perfektioniert. Idealer-weise wären alle feinen Partikel unterhalb der gewünschten Partikelgröße im Feingut und alle groben Partikel oberhalb im Grobgut. Weil dies mit technischen Trennprozessen nicht realisierbar ist, wird eine möglichst hohe Trenneffizienz angestrebt; man spricht von einer hohen Trennschärfe.

Die NEA Spezialisten hatten dabei zwei Punkte besonders im Fokus: das Trennen von kleinen und großen Partikeln, die im Aufgabegut aneinander haften, Dispergieren in der Fachsprache genannt und die effiziente Materialführung im GRC-Windsichter.

Nur wenn der Feststoff als Einzelpartikel in der Sichtzone vorliegt, kann der Sichter das Feingut effektiv aus dem Aufgabegut herausholen und so zwei exakt definierte Teilmengen klassieren.

Das Aufgabegut wird in der neuen Ausführung zentral auf einen Verteil-Kegel gegeben, dort rutscht es in die neu entwickelte, innovative Dispergiereinheit. Dann gelangt der Feststoff in den Spalt zwischen Sichterrad und Leitschaufelkranz.

Im Unterschied zum vorherigen Leitschaufelkranz sorgt nun ein ausgeklügeltes Leitringsystem für die kontrollierte Materialführung in die Sichtzone.

Umfangreiche Testreihen mit dem neuen NEA GRC-Windsichter zeigten eine erhebliche Leistungssteigerung hinsichtlich Ausbeute und Durchsatz, kombiniert mit einem deutlich verringerten Energiebedarf. Weiterhin wurde der erzielbare Feinheitsbereich von 200 μm auf bis zu 2 μm anstatt 20 μm verbessert.

Es stehen verschiedene Ausführungen des GRC-Windsichters für höhere Durchsätze und andere Anwendungen zur Verfügung. Die Anwendungen reichen von Mineralien über Farben und Lacke bis zum Chemie- und Lebensmittelsektor, wo auch immer der GRC gebraucht wird.

Produkt

Die zum Patent angemeldete Balanced Oil Sealing Solution BOSS ist eine Neuentwicklung aus dem Entwicklungszentrum von STASSKOL. Das innovative Design dieser Ölabstreifdichtung verbindet exzellente Abstreifwirkung mit systemimmanenter Gasdichtigkeit.

Das BOSS System besitzt als Hauptkomponenten zwei Ölabstreifer und einen Anpressring, der für eine axiale Verspannung des Systems sorgt. Dadurch wird die Ölleckage auf ein Minimum reduziert. Jeder Ölabstreifer besteht aus zwei Abstreifringen, die sich überlappen und über separate Abstreifkanten verfügen.

Diese Abstreif-kanten liegen linienförmig auf der Stange auf, wodurch ein „Aufschwimmen“ reduziert und die Abstreifwirkung maximiert wird. Zusätzlich verfügen sie über eine spezielle Geometrie, die aufgrund der Hydrodynamik einen Rückförder-Effekt (“back pumping effect”) ermöglicht.

Material

Für die Ölabstreifer der BOSS verwendet STASSKOL Material aus eigener Herstellung. Umfangreiche Tests haben ergeben, dass sich SK406 und SK901 besonders dafür eignen.

SK406 ist ein auf PTFE (Polytetrafluorethylen) basierendes Material. SK901 hingegen wird auf der Basis von PEEK (Polyetheretherketon) hergestellt. Beide Kunststoffe bieten sowohl mechanische Stabilität als auch hohe Verschleiß-festigkeit.

Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil die Abstreifkanten nur punktuell auf der Kolbenstange aufliegen und damit besonders belastet werden.

Fertigung

Die Dichtelemente der BOSS werden größtenteils auf der CTX800TC hergestellt. Das Dreh-/ Fräszentrum von DMG Mori, Baujahr 2015, ist mit neuester 3D-Steuerungstechnologie ausgestattet. Jeder der 24 Werkzeugplätze kann optional mit vier Werkzeugen ausgestattet werden, das heißt, die Komplettbearbeitung erfolgt auf der Hauptspindel.

Das ermöglicht die Fertigung der Dichtringe in einer Aufspannung. Die Fertigung gewinnt so wertvolle Zeit, da Rüstzeiten entfallen. Auf der CTX 800TC werden Werkstücke mit Durchmessern bis zu 320 mm und einer Drehlänge bis 250 mm bearbeitet.

STASSKOL, Inc.

Mit internationaler Präsenz

Mitte 2015 wurde die STASSKOL, Inc. in Katy, Texas, mit dem Ziel gegründet, die Märkte in den USA, Kanada und Südamerika mit der Produktpalette für Kolbenkompressoren und Rotationsverdichter zu beliefern. Bereits Ende 2015 verließen die ersten Dichtelemente die Produktion in Katy. Das spezielle Material, aus dem sie gefertigt wurden, stammte aus der Materialproduktion in Staßfurt, dem Stammsitz von STASSKOL.

Zum Maschinenpark des jungen Unternehmens, der stetig wächst, gehören sowohl konventionelle als auch CNC gesteuerte Maschinen. Um die auf dem amerikanischen Markt geforderten kurzen Lieferzeiten zu gewährleisten, hält die US-Tochter beträchtliche Materialreserven bereit.

Den Aufbau des Standortes übernahmen Leon Alvarez als Leiter Vertrieb, Doug Day als Leiter Produktion und David McFadden im Vertriebsinnendienst. Die US-Kollegen erhielten dabei jede nur denkbare Unterstützung durch das STASSKOL-Team in Deutschland. Mit wachsenden Auftragszahlen wurde auch das operative Personal erweitert. Weitere Mitarbeiter für Engineering und Vertrieb sind in Planung. Innerhalb kurzer Zeit erhielt die STASSKOL, Inc. die ISO 9001-Zertifizierung als weiteres Unternehmen der NEA GROUP.

Seit Produktionsbeginn wächst der Kundenstamm der STASSKOL, Inc. stetig. Die klare OEM-Strategie der Dichtungsexperten erweist sich dabei als überzeugendes Argument. Getragen vom Erfolg in der Startphase arbeitet das junge Unternehmen bereits an weiteren Entwicklungsprojekten mit bedeutenden Neukunden.

So hat STASSKOL eine strategische Allianz mit Dresser Rand, deren enge Zusammenarbeit globale technische und kommerzielle Unterstützung beinhaltet. Mit Eröffnung der ersten Produktionsstätte außerhalb Deutschlands hat STASSKOL sich als globale Marke etabliert und gilt nunmehr als Schlüsselunternehmen in der Kolbenkompressorindustrie. Die in den USA gewonnenen Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert auf dem Weg, die internationale Präsenz weiter zu erhöhen.

Der Offizielle Empfang

Das Zelebrieren von Jubiläen ist ein fester Bestandteil der Tradition bei NEUMAN & ESSER. Der Offizielle Empfang am 9. Juni als Festakt zum 125-jährigen Jubiläum von Familie Peters hatte wieder einige Highlights für die rund 250 geladenen Gäste im Programm. Zu diesem feierlichen Anlass waren am Stammsitz der Innenhof zwischen den beiden neu entstandenen Anbauten sowie das Foyer des Verwaltungsgebäudes in eine unnachahmliche Event-Kulisse verwandelt worden.

Platz genug für die feierliche Segnung des Gebäudes durch den Theologen Klaus Ahlert, die Festansprachen und einen kulinarischen „Flying Lunch“. Jeder Programmpunkt wurde von dem Kantor und Lehrstuhlinhaber Stefan Palm und seiner Tochter Laura mit klassischen Instrumenten stilvoll untermalt.

Die Ansprachen waren voller nachhaltiger Botschaften. Einen echten „hidden champion“ nannte Marcel Philipp, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, NEUMAN & ESSER und lobte dessen regionale Verwurzelung, die auch die lokale Wirtschaft stärke. Dies sei oft der Unternehmensspitze von Familienunternehmen zu verdanken, die in der Regel auf 30 Jahre und länger ausgerichtet sei, ergänzte Prof. Dr. Peter May, Gastredner und Gesellschafter seines gleichnamigen Beratungsunternehmens.

Einen Beleg dafür lieferte Klaus Peters in seiner Rede, in der er eindrucksvoll die Krisen und Herausforderungen der ersten drei Generationen Revue passieren ließ. Alexander Peters wusste im Anschluss die Schlagworte Technologie- und Qualitätsführerschaft als wichtige Voraussetzungen für Wettbewerbsfähigkeit seiner vierten Generation zu vertiefen.

„NEUMAN & ESSER hat eine Seele“, resümierte Stefanie Peters in ihrem Beitrag über die Wertetradition ihres Unternehmens und wies zum Abschluss des Festaktes auf die Herausforderungen Wissensmanagement und Digitalisierung der Wirtschaft hin. Im Jahr 2030 dürfte wieder ein feierlicher Anlass geboten sein. Denn dann blickt NEUMAN & ESSER erwartungsfroh seinem Jubiläum von 200 Jahren entgegen.
Die Aachener Zeitung berichtete

Tag der offenen Tür in Boscheln

Nur zwei Tage später war das gesamte Firmengelände volksfestartig hergerichtet worden. Am 11. Juni hieß es: Pforten auf für den großen Tag der offenen Tür für die Belegschaft und die breite Öffentlichkeit!

Das Programm anlässlich des Familienjubiläums ließ keine Wünsche offen. Dazu gab es einen Blick hinter die Kulissen des Maschinenparks, im Technikum und den Ausbildungsberufen. 84 MitarbeiterInnen und Azubis halfen emsig bei Vorführungen an Maschinen und Produkten. Viele Show-Acts, die auf dem Firmengelände verteilt geboten wurden, sorgten für Spannung, Spaß und Spiel. Als der Besucherstrom seine Rekordmarke von mehreren Tausend erreichte, wurde die Bühne zum Mittelpunkt des Events.

Denn dann gab Familie Peters in einem Interview Einblicke in die Stationen der Unternehmensgeschichte und ihre Wertetradition und zeigte ihr soziales Engagement für gemeinnützige Einrichtungen. So ging in diesem Jahr die Spende über 5.000 EUR an den Förderverein für Kinder und Jugend Frelenberg.

Als Dank zeigten die Tanzgruppen des Fördervereins ihr Können und trugen so, neben vielen anderen Attraktionen, zu einem unvergesslichen Tag bei. Für die Belegschaft indessen war der Tag erst nach Sonnenuntergang zu Ende, denn die Coverband Night in Paris hatte zur Aufgabe, mit fetzigem Pop und Rock den Mitarbeitern nochmals richtig einzuheizen. Erst nach dreimaliger Zugabe wurde die Band von den ‚NEUMÄNNERN‘ entlassen.

Tag der offenen Tür in Wurzen

Bei NEUMAN & ESSER kommt ein Jubiläum selten allein. So beging in diesem Jahr auch die Maschinenfabrik Wurzen ihr 25-jähriges Firmenjubiläum als Bestandteil der NEA GROUP mit einem Tag der offenen Tür und einem Belegschaftsfest. Der Programmablauf in Wurzen stand dem des Schwesterunternehmens am Stammsitz in nichts nach.

Tausende von Sachsen zog es auf das Firmengelände, um spannende Einblicke in das Arbeitsleben der Maschinenfabrik zu gewinnen und sich bei Clownerie und Experimenten sowie von der Coverband Die Eis Boys amüsieren zu lassen. Auf der Bühne richteten der Oberbürgermeister Jörg Röglin und der Landrat Henry Graichen ihre Dankesworte an Familie Peters und verwiesen auf die Wichtigkeit des Unternehmens für die regionale Weiterentwicklung.

Da es auch hier ein Anliegen von Familie Peters ist, sich sozial in der Region einzubringen, nutzte die Familie das Jubiläum, um dem ATSV „Frisch auf“ Wurzen eine Spende in Höhe von 5.000 EUR zu überreichen.

Frisch weiter ging es am Abend im Festzelt beim Belegschaftsfest auf dem Gelände neben den Festansprachen von Klaus Peters, Alexander Peters und dem Betriebsratsvorsitzenden Frank Perner gehörte die Ehrung der Jubilare, die NEA seit 25 Jahren die Treue halten, zum Highlight der Veranstaltung. Stefanie und Alexander Peters freuten sich sehr, jeden der 33 Jubilare persönlich zu beglückwünschen.

Nach dem offiziellen Programm wusste die charmante Sängerin Telleen zusammen mit DJ Steffen die Wurzener und die Delegationen aus Übach und Staßfurt von ihren Stühlen zu reißen bis das Parkett glühte. Beim Morgengrauen beteuerte der „harte Kern“ mit einem tiefen Seufzer. „So schnell werden wir so ein tolles Fest nicht wieder haben!“

Neue Wellendichtung auf der POWTECH

Zum 4. Mal war STASSKOL Aussteller auf der POWTECH, der internationalen Messe für Pulver- und Schüttguttechnologie. Auf der 3-tägigen Messe in Nürnberg waren in erster Linie die Wellendichtungen gefragt. Im Gepäck hatten die Experten aus Staßfurt daher neben den bewährten Standarddichtungen auch die neuartige Wellendichtung SDP500.

Diese Wellendichtung wurde speziell zum Abdichten von Mischern im vertikalen Einbau entwickelt. Die Dichtlippe mit PTFE-Kern verhindert im Zusammenspiel mit anderen Dichtelementen und Sperrgas, dass Pulver oder Stäube an der Antriebswelle des Mischers austreten.

Sowohl Stammkunden als auch potentielle Neukunden zeigten reges Interesse an der Neuentwicklung. So wurden nicht nur neue Kontakte geknüpft, sondern sogar erste Bestellungen entgegengenommen. Ein weiterer Grund für STASSKOL, auf der POWTECH 2017 wieder präsent zu sein.

3. IREC: Konferenz mit Weltruf

Als Auftakt zur 3. International Rotating Equipment Conference hatte Familie Peters am Vorabend die Besucher der 10. EFRC Conference – als eines der drei Foren – zur Welcome Reception eingeladen.

Rund 250 Gäste waren der Einladung in das belebte Schlösser Bohème gefolgt, um mit Alexander Peters bei Snacks & Bier auf das 125-jährige Familienjubiläum anzustoßen.

Vom 14.-15. Sept. präsentierte sich NEUMAN & ESSER GROUP als zweifacher Sponsor der IREC mit zwei Ständen, Vorträgen und einer 25-köpfigen Mannschaft. Die IREC zählte rund 750 Fachbesucher aus 30 Ländern, denen ein umfangreiches Programm aus 141 Vorträgen zu Kompressoren-, Pumpen und Vakuumtechnik zur Verfügung stand.

In den Pausen nutzten die Besucher das großzügige Ausstellerforum, um sich über neueste Produktentwicklungen zu informieren. Eines hohen Zulaufs erfreuten sich auch die Sessions zu den Technology Updates. In diesen platzierten die Sponsoren der Konferenz die Werbebotschaften zu ihren Produkten und Firmen – für NEA und HOFER die beste Plattform für den Launch ihres gemeinsamen „Hybrid“. Einen Gesamteindruck vermittelt das Video auf www.introequipcon.com

Gesundheitstag

Der Gesundheitstag im August an den deutschen Standorten stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Vorsorge und der Stressbewältigung. Individuelle Vorsorgeuntersuchungen sowie Beratungen machten daher einen Großteil des Programms aus.

Der Auftakt war wie immer ein gesundes Frühstück mit vielen Anregungen, das durch Stefanie Peters eröffnet wurde. Im Anschluss folgten interessante Vorträge, Workshops und Schnupperstunden, die Mitarbeiter für verschiedene Themen sensibilisieren sollten.

Im Impulsvortrag „Besser Vorsorgen und Pflegen“ von EAP-Assist wurden die Themen Generalvollmachten und die Neugestaltung zu Patientenverfügung beleuchtet. Beide Regelwerke stellen sicher, dass Betroffene wie Familienangehörige für den Ernstfall entsprechend vorbereitet sind.

Wertvolle Tipps gab es nicht nur nach einem Venenscreening, sondern auch nach einem Herzcheck, bei dem unter anderem der persönliche Stressindex ermittelt wurde. Dieser zeigte an, wer Maßnahmen ergreifen sollte, um ein wenig „runterzukommen“. Gelegenheit dazu gab es bei dem Workshop „Powernapping“, der professionelle Anleitungen für eine kurze Powerpause vermittelte.

Andere Mitarbeiter wiederum fanden einen Ausgleich beim „Qi Gong“, einer traditionellen Bewegungskunst der chinesischen Medizin, die die Konzentrationsfähigkeit fördert und die Stressresistenz erhöht. Viele Teilnehmer waren so begeistert von der Schnupperstunde, dass sie gleich ihr Interesse an einem Vertiefungskurs anmeldeten.

In Staßfurt und Wurzen wurde hingegen einer Frage nachgegangen, die sich sowohl im Berufsleben wie auch im Alltag stellt: „Was passiert mit dem Körper bei einem Sprung aus dem Gabelstapler oder von einer Treppe?“ Dazu hielt die Berufsgenossenschaft eine Sprungwaage bereit, um die auftretenden Kräfte und die Belastungen auf die Gelenke zu veranschaulichen und individuelle Empfehlungen zu geben.

Die jährliche Veranstaltungsreihe seit 2012 zeigt auch in diesem Jahr mit ihren vielen Anregungen und Anleitungen für ein gesünderes Leben eines ganz klar: Die Gesundheit eines jeden Mitarbeiters ist für Familie Peters eine Herzensangelegenheit!

Azubitour

Die Tour 2016 hatte höchst interessantes im Gepäck mit ihrem Fokus auf Betriebsbesichtigungen und dem damit verbundenen Know-how Transfer. Dazu reisten Ende September die Azubis und Ausbilder von Übach-Palenberg nach Leipzig mit einem Zwischenstopp bei HOFER in Mülheim.

Dort hießen sie ihre neuen Kollegen willkommen, so dass die 50-köpfige Besatzung die lange Busfahrt für ein erstes Kennenlernen nutzten. Vertieft wurden die neu geknüpften Kontakte am Abend im lebhaften Stadtviertel rund um das „Barfußgässchen“ in Leipzig.

Nach einem Wiedersehen tags darauf mit den Staßfurter und Wurzener Kollegen standen mehrere Betriebsbesichtigungen auf der Agenda. So entdeckte die inzwischen 95-köpfige Mannschaft viel Neues bei STASSKOL, als sie mit dem Mischraum, dem 3D Messarm und der hydraulischen Presse mit einer Presskraft von 630 Tonnen vertraut gemacht wurden.

Gekrönt wurde das Programm durch einen Besuch bei dem langjährigen NEA Lieferanten EMDE Industrietechnik. Dieser gewährte tiefe Einblicke in die Modellformung, dem Abguss tonnenschwerer Formteile und, zur Überraschung aller, in eines der größten NEA Triebwerke. Was für ein Erlebnis dieser „physikalischen Urgewalten“ im Vergleich zur millimetergenauen Zerspanung bei NEA!

Trotz der lebhaften Nacht in einer Karaoke Bar hieß es für die Wurzener Azubis früh am Morgen ihren Standort und damit auch ihren Arbeitsplatz besonders den jungen Kollegen zu präsentieren. Das meisterten sie bravourös. Mit gefühlt Tausenden von Eindrücken traten alle die Heimkehr an und fragten sich: „Schaffen wir bei der Tour 2017, die 100-Kopf-Marke zu knacken?“

NEA Engineers Meeting 2016

Im September begrüßten Stefanie und Alexander Peters 30 Mitarbeiter aus Deutschland, USA, Brasilien, Italien, Thailand und Indien zum einwöchigen NEA Engineers Meeting in Übach-Palenberg.

Karl Josef Kremers von NEA Deutschland, Organisator dieser Veranstaltung, nutzte das neue Großraumbüro, um dieses gemäß seiner Bestimmung multimedial herzurichten.

Das Meeting beschäftigte sich vornehmlich mit den Arbeitsprozessen und der Frage, wie sich NEA GROUP unter dem Einfluss der neuen CAD und SAP Tools entwickeln wird.

In diesem Rahmen wurde dem Motto „Single Source of Truth“ große Beachtung geschenkt, welches besagt, dass technische Daten auf einer Zeichnung, einer Bestellung oder einer Versandliste zukünftig nur noch einmal eingegeben werden müssen. Rüdiger Schaaf und Mike Gorgas veranschaulichten dafür eindrucksvoll den Datenfluss mit den neuen Softwaretools von der Zeichnungserstellung bis zur Auslieferung.

Ergänzt wurde das Meeting von weiteren Fachbeiträgen, vorgetragen von Kollegen internationaler Standorte aber auch vom Stammsitz. So beleuchteten unter anderem Franz-Josef Ritzen die Märkte im Kompressorengeschäft und Andreas Hirschter einige neue Anwendungsbereiche.

Das Highlight indessen war der gemeinsame Ausflug nach Mülheim. Dort präsentierten die neuen Kollegen von HOFER das Produktspektrum, die Fertigung sowie das innovative Konzept des neuen Hybriden.

Das abschließende Fazit: Nach dem intensiven Austausch miteinander sind alle gespannt auf den SAP Start bei NEA Deutschland und NEA Mahl- und Sichtsysteme Anfang nächsten Jahres und auch die Kollegen fernab des Stammsitzes können das Go an ihren Standorten kaum erwarten.

Strategie 2020

In 2015 haben Stefanie und Alexander Peters einen strukturierten Prozess zur Erarbeitung der Strategie 2020 begonnen. Eingebunden waren alle deutschen Führungskräfte und die internationalen Geschäftsführer. Danach wurden die jeweiligen Ziele und Maßnahmen der Strategie 2020 pro Geschäftseinheit Kompressortechnik (CT), Mechanische Verfahrenstechnik (MT) und Dichtungstechnik (ST) in eine Broschüre gegossen.

Über alle Geschäftseinheiten wurden fünf übergeordnete strategische Ziele definiert, die eng mit den Grundwerten der NEA GROUP verknüpft sind. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der Technologieführerschaft, die Flexibilität bei Marktanforderungen und die 360° Qualität von Produkten und Prozessen. Die Schaffung von intelligenten Lösungen und die damit einhergehende Produkt- und Prozessoptimierung ist ein Baustein, der den Kundennutzen weiter vergrößern soll.

Die übergeordneten Ziele sind auf die einzelnen Geschäftseinheiten und Regionen runtergebrochen worden. Es wurden strategische und operative Maßnahmen festgelegt, mit denen die Ziele in einem geplanten Zeitraum erreicht werden sollen. In jeder Gesellschaft wurden diese Maßnahmen in übergeordnete und abteilungsbezogene Maßnahmen gruppiert, so dass nun jeder Mitarbeiter einen Maßnahmenkatalog vorliegen hat, der zur Zielerreichung beiträgt.

Dieses Jahr gab es bereits das Review der Ziele und Maßnahmen in den drei Geschäftseinheiten und allen Gesellschaften. Einige Maßnahmen sind abgeschlossen und es kommen neue hinzu – ein rollierender Prozess, der einen Zeitraum von ca. fünf Jahren fest im Blick hat.

Wichtig ist, dass sich jeder Mitarbeiter der NEA GROUP mit den Inhalten der Strategie 2020 identifiziert und auseinandersetzt. Die Broschüren in Landessprache und die regelmäßigen Updates haben ihren Beitrag dazu geleistet.

100 Jubilare weltweit 2016

40 Jahre Firmenzugehörigkeit NEUMAN & ESSER GmbH & Co. KG Maschinenfabrik

Gerda Heinen

Digital@NEA

Die fortschreitende Vernetzung der Arbeitswelt ist nicht aufzuhalten und wird auch in eher konservativen Branchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau Einzug halten. Die Geschäftsführenden Gesellschafter Stefanie und Alexander Peters haben mithilfe eines Workshops Führungskräfte für das Thema „Digitalisierungspotentiale der NEA GROUP“ sensibilisieren können.

Die Tagesveranstaltung, unter der Leitung des Instituts FIR Aachen, bestand aus einem Impulsvortrag und vier anschließenden Workshops, die in Form eines „Worldcafés“ durchgeführt wurden.

Die offene Diskussionsatmosphäre führte zu einem regen Austausch über den Status Quo der unterschiedlichen Bereiche der Unternehmensgruppe. Dabei wurden Stärken und Schwächen diskutiert und deren Entwicklungspotentiale identifiziert. Das Ergebnis: Die NEA GROUP hat hinsichtlich interner Transparenz und Datenvernetzung bereits eine gute Basis. Darauf wird nun mit drei Themenblöcken aufgebaut, die in kurzer Zeit zu Mehrwerten führen können.

Das sind das digitale Typenschild, die NEA App als Berechnungstool und der Bereich Smart Services. Die Umsetzung wird mit Partnern vorbereitet.

Bekanntlich helfen Netzwerke und Plattformen, digitale Potentiale mittels Best-Practice Beispielen Mitarbeiter werden zur Firewall und Kooperationen zu ergründen und umzusetzen. So beteiligt sich NEUMAN & ESSER am Netzwerk digitalHUB Aachen e.V., das Ende Juli in Aachen gegründet worden ist.

Es handelt sich um einen Zusammenschluss von über 100 Unterstützern aus unterschiedlichsten Branchen, die alle die Wichtigkeit der Digitalisierung für sich erkannt haben. Der digitalHUB bringt Start-ups und IT Mittelstand mit digitalen Anwendern aus Industrie und Wirtschaft sowie Region und Wissenschaft zusammen.

Der HUB bietet konkrete Hilfe bei der Digitalisierung, der Ergänzung und Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und somit der Verbesserung der Geschäftssituation. Dies geschieht durch konkretes Zusammenbringen von Nutzern und Dienstleistern mit Leistungen vom Digitalisierungscheck bis zu gemeinsamen Innovationsprojekten. Es liegt nun an allen Beteiligten, wie schnell der HUB Fahrt aufnimmt – der Bedarf ist vorhanden!

Sicherheit

Die Kampagne zur Sensibilisierung von Mitarbeitern zum Thema Datensicherheit ist inzwischen weltweit ausgerollt. Der Startschuss war ein Flyer, der aufgrund eines innovativen Klappmechanismus und seiner klaren Botschaften auf breite Akzeptanz stieß.

Im nächsten Schritt haben Stefanie Peters und Thomas Kloke allen deutschen Mitarbeitern die Ziele der Kampagne und die technischen Zusammenhänge erklärt. An einigen Beispielen demonstrierten sie, wie schnell Nutzer auf geschickte Täuschungen reinfallen können.

Eine Angriffsfläche dafür bilden die sozialen Netzwerke, in denen das persönliche Umfeld von Mitarbeitern ausspioniert wird, um danach E-Mails mit vertrauenerweckender Aufmachung und vorgetäuschten Identitäten zu verschicken – auch „Social Engineering“ genannt. Alle Vorgehensweisen haben ein Ziel: das Abgreifen von sensiblen Firmendaten zur illegalen Nutzung oder zur Erpressung von Lösegeldern.

Thomas Kloke erklärte die technischen Vorkehrungen der NEA GROUP, auch die gegen die gefährlichen Schadprogramme, der „Ransomware“. In letzter Instanz ist jedoch der PC Nutzer die einzig funktionierende Firewall gegen das Eindringen eines Virus in das Firmennetzwerk. Insofern ist für Jeden entscheidend, sich dieser Verantwortung bewusst zu sein und das Verhalten entsprechend anzupassen.

Tipps für den PC Schutz, die sich auch auf den privaten Gebrauch übertragen lassen, waren wertvolle Hinweise für die NEA Nutzer. Geplant ist ein regelmäßiges Update über Gefahrenquellen und technische Maßnahmen. Der Markt des Datendiebstahls entwickelt sich rasant – mit wachen Augen lässt sich dieser Herausforderung gemeinsam entgegenblicken.

Xiang Ling (Alan) Shi

Steckbrief

■ seit November 2016: General Manager bei NEUMAN & ESSER (Beijing) Co., Ltd.
■ geb. am 19. März 1979 in Tianjin, verheiratet, ein Sohn

Ausbildung:
■ Bachelor in Maschinenbau & Automation an der Beijing Information Science and Technology University

Beruflicher Werdegang:
■ Vertriebsleiter Industriedampfturbinen bei Siemens Ltd. China
■ Leiter Projektierung für Turboverdichter bei Siemens Ltd. China
■ Projekt Manager bei Triastoria Group
■ Abwicklung und Inbetriebnahme von Kompressoranlagen bei SHC Globe Energy Ltd.
■ Mess- und Regeltechnik bei AT&M Co., Ltd.

Hobbys:
■ Laufen, Basketball, Lesen