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Werkstr. o. Nr.

52531 Übach-Palenberg, Deutschland

 

Kontakt:

Tel.: 02451 – 48101

Fax: 02451 – 481100

E-Mail: info@neuman-esser.de

 

Geschäftsführer:

Alexander W. Peters

Stefanie Peters

 

Registereintrag:

Eintragung im Handelsregister

Registergericht: Amtsgericht Aachen

Registernummer: HRB 9573

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz

DE811229957

 

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NEUMAN & ESSER Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH

Anton Schmidt

Werkstraße o. Nr.

52531 Übach-Palenberg

Telefon: +49 (0) 2451 / 481 – 187

Email: anton.schmidt@neuman-esser.de

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33NEA eNEWS

NEA eNEWS Ausgabe 33

Editorial

Ein X mit Innovationskraft

Für NEUMAN & ESSER ist der Buchstabe X zum Symbol für Innovationsstärke geworden. Nicht nur, dass das Unternehmen NEA X GmbH als vierte Strategische Geschäftseinheit (SBU) jüngst aus der Taufe gehoben wurde, um die Hardware Produkte der NEA GROUP durch intelligente digitale Software Lösungen zu ergänzen. Das X kennzeichnet auch bei der SBU Mechanische Verfahrenstechnik neueste Produktentwicklungen, die so viel Innovationskraft in sich bergen, dass einige Patente zu konstruktiven Modulen angemeldet wurden. Eines davon, das Sichtermodul, trägt die zukunftsweisende Prallsichtermühle ICX, die ihren Einsatz bei eXtra feinen und eXtra durchsatzstarken Anwendungen findet. Sie lieferte bislang sensationelle Ergebnisse bei Mahlversuchen mit Carbon Black, Aktivkohle, Bentonit und Talkum.

Ohne den Zusatz X, aber nicht weniger innovativ, ist die neue Verdichterbautype 560hs. Ursprünglich konzipiert für den nordamerikanischen “Midstream“-Gasmarkt, überzeugt dieses Modell durch seine kompakte und robuste Bauweise und vor allem seine Leistungsstärke. 7.500 kW Antriebsleitung bei 560 kN API Stangenkraft sind die Eckdaten des Schnellläufers. Aufgrund der herausragenden Eigenschaften wird dieser sicher seinen Einsatz auch in anderen Anwendungen außerhalb Nordamerikas finden.

Dass kein Kunde auf sich allein gestellt ist, veranschaulicht unser Beitrag über die strategische Ausrichtung des Service für Kunden von HOFER Produkten. In drei Phasen wird aufgezeigt, wie NEAC Compressor Service die Betreuung von HOFER-Anlagen in den internen Geschäftsablauf integriert und eine eigene Serviceabteilung in Mülheim aufbaut.

Voller Tatendrang sind auch die Dichtelemente-Experten in Staßfurt. STASSKOL arbeitet zurzeit an einem Werkzeugkonzept zur Herstellung längerer Halbzeuge aus heißgepressten Materialien – eine Antwort auf die gestiegene Nachfrage nach Buchsen für höchste Ansprüche.

Mit den vielen Ergänzungen und der strategischen Ausrichtung der NEA GROUP spiegelte das bestehende Corporate Design nicht mehr die aktuelle Unternehmensstruktur wider. Seien Sie daher auf unser neues Erscheinungsbild gespannt, das eine Verschmelzung von Logo und Geschäftseinheiten darstellt. Auch darin steckt reichlich Innovationskraft.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dieser Ausgabe der NEA eNEWS!

Stefanie Peters und Alexander Peters
Geschäftsführende Gesellschafter

Die Modell Offensive: 560hs

Robust und leistungsstark: der neue Schnellläufer 560hs

Konzipiert für den weltweiten Erdgasmarkt, bedient dieser die Anwendungen der Erdgasförderung und des -transportes. Darüber hinaus findet er seinen Einsatz auch bei der Erdgasspeicherung, Erdgasdruckerhöhung für Gasturbinen und in der Verdichtung von allen technischen Gasen.

Schnellläufer mit langer Tradition
NEUMAN & ESSER blickt bereits auf eine längere Tradition des Schnellläufers zurück. Im Jahre 2000 entwickelte NEA den ersten seiner Reihe für die Speicherung von Erdgas, den 320hs. Doch schnell entfaltete dieses Modell seine Stärken auch in anderen Gasanwendungen bis hin zur Verdichtung von H2-Mixgasen. 10 Jahre später trat NEA USA erfolgreich in den „Midstream“-Gasmarkt ein und kann seitdem große Aufträge für diverse Erdgas- und CO2-Anwendungen wie der „Enhanced Oil Recovery“ verbuchen.

Schon immer verfolgten die texanischen Kollegen aufmerksam die Entwicklung des nordamerikanischen Erdgasmarktes. Gemäß EIA (US-Amt für Energiestatistik) wird die Gasförderung kontinuierlich wachsen. Die gesamte Erdgasindustrie wird daher aufgefordert, ihre Technologien hinsichtlich Effizienz und Emissionsfreiheit zu verbessern, um das Wachstum zu unterstützen. Folglich werden größere Antriebsmotoren gebraucht wie auch Kompressoren für höhere Liefermengen.

NEA‘s Antwort darauf ist der neue Verdichter 560hs, entwickelt für Elektro- und Dieselmotoren mit Antriebsleistungen bis zu 7.500 kW und einer Drehzahl bis 1.200 U/min. Die Konstruktionskriterien dafür wurden von einem firmeninternen Expertengremium festgelegt, das die hohe Ingenieurskunst aus Deutschland und Texas bündelte und Anregungen von Kunden und Lieferanten miteinbezog.

»Die Einführung des Modells 560hs spiegelt die Zuverlässigkeit der NEA GROUP wider, die Anforderungen des nordamerikanischen Marktes für mittel- und schnelllaufende Verdichter zeitnah in eine konstruktive Lösung mit herausragenden Eigenschaften umzusetzen.«

Intelligente Designelemente
Das Team erkannte die Notwendigkeit, einen kompakten Kompressor mit hohen Stangenkräften für die höheren Antriebsleistungen der Motoren zu entwickeln. Dazu wurden Kurbelwelle, Hauptlager, Kreuzkopf und Kolbenstange von einem erprobten Triebwerk übernommen. Diese Merkmale, zusammen mit dem robusten Triebwerk aus Gusseisen, ermöglichen heute der neuen Bautype 560hs, höhere Gas- und Massenkräfte umzusetzen. Die Liste der weiteren Vorteile ist lang und beeindruckend zugleich. So besitzt der 560hs das typische einteilige NEA Triebwerk inklusive Kreuzkopf. Da die Fluchtung für das Packaging essentiell ist, garantiert das Triebwerk die absolute Gleichwinkligkeit des gesamten Antriebsstranges.

Die hydraulische Verschraubung wendet NEA bereits seit Jahrzehnten an. Und das ist bei dem 560hs nicht anders. Dieses System erhöht nicht nur die Sicherheit der einzelnen Verbindungen um ein Vielfaches, sondern vereinfacht auch die Montage bei hohen Vorspannkräften. Die Kombination aus Präzision und leichter Montage garantiert die uneingeschränkte Betriebssicherheit für Tausende von Stunden.

Ein kompaktes Design spart bekanntlich Kosten. Daher wurden die Aufstellfüße zur Befestigung auf einem Grundrahmen einem Redesign unterzogen und die gesamten Abmessungen neu überdacht. So kann z.B. der 4-kurbelige Verdichter 560hs mit Zylindern und verkürzten Zwischenstücken problemlos in einem Sattelschlepper ohne Sondergenehmigung transportiert werden. „Die Einführung des Modells 560hs spiegelt die Zuverlässigkeit der NEA GROUP wider, die Anforderungen des nordamerikanischen Marktes für mittel- und schnelllaufende Verdichter zeitnah in eine konstruktive Lösung mit herausragenden Eigenschaften umzusetzen. Und was die Zuverlässigkeit des neuen Modells betrifft, ist klar, dass dies auf einem erprobten, robusten Design fußt“, konstatiert zufrieden Scott DeBaldo, Geschäftsführer NEA USA.

HOFER Service

Die strategische Integration und Ausrichtung in drei Phasen

Nach der Übernahme von Andreas Hofer Hochdrucktechnik im Nov. 2015 hat NEAC Compressor Service in Übach-Palenberg im April 2016 die Betreuung der HOFER Maschinenpopulation übernommen. Das bedeutete für den Geschäftsführer Bernd Wagner mit seinem Team einen internationalen Business Plan in Phasen auszuarbeiten.

Hauptaufgaben, die die NEAC in den verschiedenen Stufen hat, sind, auf Basis mehrerer Kunden- und Referenzlisten, alle Maschinen, Kunden und Ansprechpartner zu identifizieren, das weltweit von allen NEACs benutzte CRM System zu aktualisieren und die Daten über Schnittstellen im SAP System der NEA GROUP zu integrieren. Wie bei ihren Bestandskunden verfolgt die NEAC nun auch bei HOFER Kunden, sämtliche Daten zu Maschinenhistorie, Technik und Kommerz in den internen Geschäftsabläufen abzubilden. Ein großes Stück Arbeit!

In Phase 1 waren intensives Training und damit die Qualifizierung des NEAC Personals in Deutschland für das neue Produkt Membrankompressor das Gebot der Stunde. Membrankompressoren gehören zwar zu den Verdränger- aber nicht zu den Kolbenmaschinen. Im Training lag ein Schwerpunkt auch auf der Regelung zwischen Hydraulik- und Gassystem. Ebenfalls wurde entschieden, dass die von HOFER durchgeführten Inbetriebnahmen sukzessive auf NEAC Personal übertragen werden. Das führte zur Einstellung von speziell Mechatronikern.

Das internationale Roll-out
Die Phase 2 steht für das internationale Roll-out bei vier weiteren NEACs. So wurden NEA Gulf, NEAC USA, NEA India und NEAC Italia in das HOFER Servicegeschäft miteingebunden. Dies erfolgte in engster Abstimmung mit dem Vertrieb für Neumaschinen. Besonderes Highlight dabei war die Bewertung der bisherigen internationalen HOFER Agenten und der Abgleich mit dem NEA GROUP Agentennetz. Die jeweiligen lokalen NEA GROUP Geschäftsführer und das HOFER Management wurden dabei auf das Engste einbezogen. Bereits im Februar d.J. wurden daher die internationalen Service-Techniker unter Leitung von Stefan Damberg und Norbert Janßen in die Tiefen der neuen Technologie eingeführt.

Im April wechselte der frühere NEAC Produktmanager Stefan Damberg nach HOFER, um dort die Serviceabteilung mit mehr Personal weiter auszubauen. Gesagt, getan. Reparaturen und die schnelle Lieferung von Ersatzteilen aus Mülheim stehen besonders im Fokus.

Zurzeit arbeitet Bernd Wagner an dem Release der Phase 3. Diese sieht eine Erweiterung des Roll-out bei NEAC South East Asia vor. Zum Jahresauftakt 2018 werden daher Waldemar Lutz aus Thailand sowie ein neuer Servicetechniker aus Taiwan bei HOFER geschult. Start-up des Servicegeschäftes für HOFER in Südostasien ist Nov. 2018.

Kunden, insbesondere aus dem Bereich der Industriegase, kommen jetzt vermehrt mit Serviceanfragen auf die NEAC zu. Die Übernahme ihrer Membranverdichter in bestehende europäische oder globale Rahmenverträge wurde von vielen Kunden gewünscht – ein positives Feedback aus dem Markt nach anderthalb Jahren Servicetätigkeit der NEAC für HOFER.

Die NEAC sieht weitere Potenziale und Herausforderungen, um HOFER Kunden noch mehr zufriedenzustellen. Die Integration des HOFER Service in das NEAC Geschäft wurde von den Kunden bisher sehr begrüßt und positiv aufgenommen.

Digitalisierung für HOFER
Mittel- bis langfristig wird sich die NEAC beim HOFER Produkt Gedanken machen, wie mittels Digitalisierung und Analyse eine Überwachung der Maschinen vorgenommen werden kann. Zurzeit läuft dazu ein Pilotprojekt. Die Daten werden in einer Cloud synchronisiert. Der Kunde hat somit direkten Zugriff auf technische Informationen und Serviceberichte.

Ausblick
Die NEAC wird im nächsten Jahr das Training Center mit einem kompletten hydraulischen TKH Verdichter von HOFER ausrüsten, um so das Training von eigenen Mitarbeitern sowie von Kunden authentisch durchführen zu können.

Prallsichtermühle ICX

eXtra fein und eXtra durchsatzstark

Ruß – oder Carbon Black, wie der Industrieruß genannt wird – ist nahezu reiner Kohlenstoff. Seine industrielle Verwendung in Reifen, Gummi- und Kunststoffprodukten, Farben und Beschichtungen stellt hohe Anforderungen an die Eigenschaften wie die spezifische Oberfläche, Partikelgröße und -verteilung, Leitfähigkeit und Farbe.

Gemessen an den hergestellten Mengen ist Carbon Black eines der weltweit wichtigsten Pigmente der chemischen Industrie. Die gegenwärtige weltweite Produktion beträgt etwa 14 Millionen Tonnen mit einer stark wachsenden Tendenz. Zusätzlich gewinnt die effiziente Vermahlung von Carbon Black durch das zunehmende Altreifenrecycling stark an Bedeutung, denn die Herstellung von Industrieruß ist sehr ressourcen- und energieintensiv.

NEUMAN & ESSER Mahl- und Sichtsysteme hat für eine derart anspruchsvolle Vermahlung eine neue, eindrucksvolle Lösung auf den Markt gebracht: die Prallsichtermühle ICX. Sie ist besonders bei feinen bzw. schlagzähen Produkten interessant.

Marc Giersemehl, Leiter des Bereichs Technik bei NEA Mahl- und Sichtsysteme, ist von der innovativen Prallsichtermühle beeindruckt: „Die neue ICX lieferte bei unseren Mahlversuchen sensationelle Ergebnisse mit Carbon Black, Aktivkohle, Bentonit und Talkum. Bei allen diesen Anwendungen wurde bei der Feinstvermahlung mit Partikelgrößen kleiner 20 μm eine Durchsatzsteigerung von 50-100% gegenüber herkömmlichen Prallsichtermühlen erreicht.“

»Die neue ICX lieferte bei unseren Mahlversuchen sensationelle Ergebnisse mit Carbon Black, Aktivkohle, Bentonit und Talkum.«

Die ICX erzielt einen Durchsatz bis zu 20.000 kg pro Stunde bei einer Oberkornbegrenzung von 5 bis 50 μm. Sie arbeitet höchst wirtschaftlich, indem sie eine extra hohe Mahlintensität mit einer effizienten Klassifizierung intelligent verbindet. „Den Energiebedarf haben wir dabei teilweise halbieren können“, erklärt Marc Giersemehl weiter.

Das überzeugt auch die Kunden. NEA Mahl- und Sichtsysteme hat bereits mehrere ICX ausgeliefert. Eine ICX 630 ist mittlerweile im NEA Test Center installiert und steht für Mahlversuche zur Verfügung.

Weitere Anwendungsgebiete für die ICX sind Pigmente wie etwa Eisenoxid, Titandioxid oder Ultramarine, außerdem Lebensmittel wie Zucker, Hülsenfrüchte und Schalen von Nüssen. Schwer zu vermahlende Materialien wie Wachse oder E-PVC bieten ebenfalls Einsatzmöglichkeiten.

 

Hier die Broschüre zum Download.

»Den Energiebedarf haben wir dabei teilweise halbieren können.«

Neues Werkzeugkonzept

Heißgepresst und vorteilhaft: STASSKOLs SK801

Für zuverlässige Verschleißteile in Kolbenkompressoren wie Kolben- und Führungsringe sowie Packungen sind hochwertige Dichtmaterialien essentiell. Bei STASSKOL werden die Kunststoffmaterialien der Dichtungskomponenten speziell auf die jeweilige Anwendung zugeschnitten. Neben der Materialzusammensetzung spielt auch das Herstellungsverfahren eine entscheidende Rolle. Das Wissen um die Rezepturen und die notwendigen Parameter bei der Herstellung der Kunststoffrohteile ist Teil des strategischen Knowhows von STASSKOL.

Das Produktionsverfahren von Buchsen
Die Herstellung dieser Halbzeuge, den sogenannten Buchsen, entsteht in mehreren Schritten. Zuerst erfolgt die Mischung des Rohpulvers. Diese Ausgangsmischung wird dann mithilfe von großen Pressen unter hohem Druck verdichtet. Um den Halbzeugen die richtige Form zu geben, findet der Pressvorgang zwischen einem inneren und äußeren Stahlring, den sogenannten Presswerkzeugen, statt.

Nach dem Pressen schließt sich ein mehrstündiger Sinterprozess im Ofen an. Die Herstellung von Dichtmaterialien für höchste Ansprüche stellt immer eine besondere Herausforderung dar. Ein prominentes Beispiel ist das Material SK801, welches die Verdichtung von trockenen Gasen in ungeschmierten Kompressoren ermöglicht. Um die geforderten Materialeigenschaften zu erzielen, wird die Buchse nach dem Sintern im Ofen unter hohem Druck während des Abkühlens verdichtet. Diesen Vorgang nennt man Heißpressen. Dafür verbleiben die Presswerkzeuge während des gesamten Sinterprozesses und dem anschließenden Pressvorgang an den Halbzeugen. Deshalb werden an die Presswerkzeuge spezielle Anforderungen hinsichtlich Warmfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit gestellt. Die lange Verweildauer im Sinterofen hat auch zur Folge, dass ein Werkzeug während der Herstellung eines Halbzeuges über viele Stunden blockiert ist und somit nicht zur Herstellung weiterer Buchsen verwendet werden kann. Neben der begrenzten Anzahl der Pressen ist dies ein entscheidender Faktor, welcher die Kapazität für die Herstellung heißgepresster Materialien bestimmt.

Durch die weltweit gestiegene Marktdurchdringung von STASSKOL Produkten ist der Materialbedarf insgesamt stark angestiegen. Eine große Rolle spielt dabei vor allem die vor zwei Jahren eröffnete Niederlassung STASSKOL, Inc. in Katy, Texas, welche den amerikanischen Markt bedient.

Um dennoch akzeptable Lieferzeiten sicherzustellen, wurde eine Erhöhung der Presskapazität notwendig. Die Lösung: Herstellung längerer Buchsen in der gleichen Zeit. Dafür werden höhere Presswerkzeuge benötigt.

Die Vorteile des neuen Werkzeugkonzeptes
Die Investition wirkt sich gleich mehrfach positiv aus. Pro Pressvorgang werden etwa 50 % mehr Material hergestellt. Die Kapazität wird somit erhöht und das bei gleich guter Qualität. Durch die mechanische Bearbeitung längerer Kunststoffbuchsen sinkt auch die Anzahl der notwendigen Spannvorgänge.

Die Umsetzung des Werkzeugkonzeptes stellt eine größere Investition dar, da höhere Werkzeuge inklusive Zubehör für eine Vielzahl von Innen- und Außendurchmessern der Halbzeuge benötigt werden. Weiter hin ist ein Umbau der Pressvorrichtungen auf längere Presswege notwendig. Im Vorfeld wurde gründlich analysiert, für welche Halbzeug-Durchmesser die Investition rentabel ist. Die Umstellung auf das neue Konzept wird für ausgewählte Abmessungen Anfang Dezember 2017 abgeschlossen sein.

Jubiläum mit Strahlkraft

NEA Italia, die Keimzelle der Dezentralisierung

Der 27. April war ein großer Tag für NEUMAN & ESSER Italia Srl, denn an diesem Tag beging das Unternehmen mit allen Mitarbeitern, deren Angehörigen und den Gesellschaftern das 25-jährige Jubiläum. Klaus Peters, Gründer von NEA Italia und Ehrengast, sowie alle Mitglieder der Familie Peters und des Boards nahmen an dem Event teil.

Der Comer See mit seiner traumhaften Kulisse bot den geeigneten Rahmen für das vielseitige Tagesprogramm. Zu den Highlights gehörten eine Schiffstour und ein Dinner am See. Das Schiff war eigens für die Gäste von NEA Italia gechartert. Es startete von Como, um die schönsten historischen Städte an der Küste anzulaufen, die von Alessandro Manzoni im literarischen Werk “Die Verlobten” beschrieben werden. Das nassgraue Wetter hielt die Bootsbelegschaft nicht von einer Sightseeing Tour ab. Die einen genossen den entspannten Bummel in Bellagio mit den schönen Geschäften, die anderen hingegen die Geselligkeit in der ältesten Kneipe dieser Region. Die Stimmung unter allen konnte nicht besser sein, auch dank der engagierten Reiseführerin, die Vieles zur Historie der Gegend zu sagen hatte.

Der zweite Teil des Programms fand in Moltrasio statt. Ein großes Dinner erwartete die Gäste im Restaurant Imperialino, eines der elegantesten Locations nahe Como. Vor katzengrauer Kulisse leuchteten dort die 500 blau-weißen Luftballons umso mehr, die die Italiener anlässlich ihres Jubiläums in die Lüfte steigen ließen.

Nach dem Abendessen ergriffen Stefanie und Alexander Peters das Wort und resümierten die Zeitgeschichte von NEA Italia. So diente NEUMAN & ESSER bereits vor 1992 seinen Kunden in Italien durch die enge Partnerschaft mit der “AZETA S.A.R.L Costruzione Macchine Utensili Rappresentanze Tecniche Industriali”. Dann, 1983, erwarb NEUMAN & ESSER 80% der Anteile an AZETA und führte eine neue Aufgabenteilung ein. Während der nackte Kompressor in Deutschland gebaut wurde, erfolgte das Engineering und die Beschaffung der Anlagenteile von der lokalen Firma. Das sparte Transportkosten und Zölle. Der Erfolg bewog Geschäftsführer Klaus Peters am 1. Jan. 1992 NEUMAN & ESSER Italia Srl zu gründen, das erste Unternehmen für Vertrieb und Anlagentechnik der NEA GROUP, dem ersten Meilenstein des Dezentralisierungsprozesses der heutigen Unternehmensgruppe.

Carlo Terragni, heutiger Geschäftsführer, beschrieb die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens, das heute 27 Mitarbeiter zählt und Kunden in Südeuropa, Nordafrika und im Mittleren Osten betreut. Seine Ansprache beendete er mit einem vielversprechenden Ausblick für die Belegschaft, basierend auf den Inhalten der wegweisenden “Strategie 2020”.

Das neue Corporate Design

Wenn sich die strategische Ausrichtung eines Unternehmens weiterentwickelt, so wie jüngst bei NEUMAN & ESSER, dann sollte dies auch das Corporate Design, das äußere Erscheinungsbild, widerspiegeln.

Das NEA GROUP Logo mit den Logokästchen war nahezu 20 Jahre ein Sinnbild für die Struktur der internationalen Unternehmensgruppe mit ihren Holdings, Vertrieb und Anlagentechnik-Firmen, Maschinenfabriken und Service-Zentren sowie ein Markenzeichen für die Premiumqualität ihrer Produkte und Dienstleistungen.

Doch spätestens mit der Gründung der neuen Gesellschaft NEA X GmbH im Juli 2017 mit Sitz in Aachen ist der Aufbruch von NEUMAN & ESSER in eine neue Ära offensichtlich. Diese neue, vierte strategische Geschäftseinheit (SBU) hat zur Aufgabe, die Hardware Produkte der drei anderen SBUs, der Kompressortechnik inklusive Kompressorservice, Mechanischen Verfahrenstechnik und Dichtungstechnik, mit intelligenten, digitalen Software Lösungen zu ergänzen.

Das Redesign des Logos sollte daher mehrere Anforderungen erfüllen. So erhält jede SBU ihr Logo, um die Geschäftseinheiten klar voneinander zu trennen, ohne jedoch dabei existierende Firmenlogos zu ersetzen. Dies heißt, dass die Firmen STASSKOL, HOFER und auch NEA X ihr bestehendes Erscheinungsbild beibehalten. Sollten darüber hinaus Marktchancen die Etablierung einer weiteren SBU nach sich ziehen, so muss das neue Logo spielerisch erweiterbar sein. Und zu guter Letzt gilt: „Weniger ist mehr“. Je weniger Elemente das Logo trägt, desto einfacher ist es auf jeden Werbeträger applizierbar.

Um alle Anforderungen zu erfüllen, wurde ein Redesign des Logos entwickelt, das durch seine neue Farbgebung und Klarheit besticht. Unangetastet bleibt das „Keyvisual“, der Kreis mit dem typischen NEA-Symbol, das in fünf Farbverläufen zur Kennzeichnung des entsprechenden Bereichs eingebettet ist.

Und noch etwas ändert sich, die Firmenschrifttype. Jahrelang hat die Schrift „Zapf Humanist“ das Gruppen-Logo mit den Kästchen begleitet, jetzt wird es die „Avenir“ mit dem besonderen Vorteil, mehr Gestaltungsmöglichkeiten zu haben.

Ziel ist, innerhalb der nächsten 12 Monate das neue Corporate Design sukzessive auf alle Medien zu übertragen, das heißt auf sämtliche Online Plattformen, in den Printmedien und auf Werbeträger inklusive Fassaden. Ein kostspieliges Unterfangen, aber die Geschäftsführenden Gesellschafter von NEUMAN & ESSER, Stefanie und Alexander Peters, sind sich einig: „So wie wir unsere Strukturen und Produkte weiterentwickeln, muss auch unserem Markenkern mit seinen Werten der nötige Spielraum gegeben werden, mitwachsen zu dürfen!“

Powtech in Nürnberg

Die 20. POWTECH im September in Nürnberg gehörte für NEA Mahl- und Sichtsysteme zu den erfolgreichsten Messeauftritten. Kein Wunder, denn die Müller waren bestens vorbereitet. Der harmonisch ausgerichtete Messestand wurde mit seinen Exponaten und der neuen Medientechnik regelrecht zum Publikumsmagnet. Im Fokus stand der sensationell trennstarke GRC-Sichter. Die Interessenten nahmen lange Warteschlangen in Kauf, um technische Details zu dieser Innovation einzuholen.

Wer sich rundum informieren wollte, nutzte den 70 Zoll Touchscreen, um sich intuitiv durch das Produkt-Portfolio mit den 3D Animationen von NEUMAN & ESSER führen zu lassen. Da die nächste Messe für Pulver- und Schüttguttechnologie erst wieder in 2019 stattfindet, weiß Geschäftsführer Manfred Salgert die Zeit bis dahin zu nutzen: „Wir haben so viele Patente auf den Weg gebracht, die müssen wir einfach unseren Kunden im nächsten Jahr bei einem NEA Mühlentag präsentieren“.

Modern und innovativ zeigte sich auch das Schwesterunternehmen STASSKOL auf der POWTECH. Mit Fokus auf die neu entwickelte Wellendichtung SDP500 zum Abdichten von Mischern im vertikalen Einbau überzeugte der Experte für Dichtelemente die interessierte Fachwelt der Rotationssysteme.

Exposibram in Belo Horizonte

Exposição Internacional de Mineração lautet der wohlklingende Name der EXPOSIBRAM offiziell. Die Messe für die mineralverarbeitende Industrie findet alle zwei Jahre im brasilianischen Belo Horizonte statt, unweit des Standortes von NEUMAN & ESSER Sistemas de Moagem e Classificação.

Vom 18. bis 21. September 2017 lockte die 17. EXPOSIBRAM mit über 400 Ausstellern mehr als 45.000 Besucher aus ganz Lateinamerika in die Messehallen. Im Vergleich zur letzten Messe im Jahr 2015 verdoppelte sich nahezu die Besucherzahl am NEA Stand. Die meisten hatten ganz konkrete Fragen zu den unterschiedlichsten Anwendungen und möglichen Projekten.

„Unser Kontinent ist reich an Bodenschätzen. Daher ist der Bedarf an unseren wettbewerbsfähigen Lösungen und kundenspezifischen Mahl- und Sichtsystemen entsprechend groß”, erklärt Leandro Noronha, Mitarbeiter im Vertrieb bei NEA Sistemas de Moagem e Classificação. „Immer häufiger erkundigen sich die Messebesucher auch nach effizienteren Anlagen mit niedrigeren Energie- und Wartungskosten. Da können wir natürlich punkten!”, ergänzt er stolz.

Fuel Cell Premiere in Las Vegas

Im September fand zum ersten Mal die Messe Hydrogen + Fuel Cells in Las Vegas statt. Sie wurde parallel zur Solar Power International, Nordamerikas größter Solarmesse, und der Energy Storage International, Nordamerikas größter Energiespeicher Veranstaltung, ausgerichtet.

Für HOFER Vertriebsleiter Oliver Spanner war es dennoch nicht ganz neu: „Seit mehr als zwanzig Jahren gibt es den Bereich Hydrogen + Fuel Cells innerhalb der Hannover Messe. Hier in Las Vegas profitieren wir allerdings von zahlreichen Synergieeffekten mit der Solar- und Energiespeicherindustrie“.

So konnten die NEA USA Mitarbeiter viele Interessenten und Unternehmen kennenlernen und die von HOFER vor allem neue Ideen mit nach Deutschland nehmen. Die übergreifenden Themen waren Wasserstofferzeugung und -transport, Brennstoffzellensysteme, -komponenten und -anwendungen.

GMC in Pittsburgh

Die Gas Machinery Conference (GMC) fand im Oktober d.J. in Pittsburgh, Pennsylvania, statt. Pittsburgh war vom GMC Komitee aufgrund seines bedeutenden Vorkommens von Schiefergas entlang der Nordostküste von USA und Kanada als zentraler Standort für diese Konferenz gewählt worden.

NEA USA und NEAC Compressor Service USA gehörten zu den 120 Ausstellern. Schwerpunkt ihres Auftritts war die neueste Entwicklung des Verdichters der NEA GROUP, der 560hs. Dieser erzielt bis zu 7.500 kW Antriebsleistung bei Drehzahlen von 600 bis 1.200 U/min. Geschäftsführer Scott DeBaldo und Vertriebsleiter Joseph Lesak von NEA USA nutzten die Vortragsreihe, um über 200 Teilnehmern das neue Produktvideo zum 560hs mit seinen technischen Details vorzustellen.

Die Präsentation wie auch das große Produktbanner mit den herausragenden Merkmalen des neuen Modells zogen zahlreiche Interessenten auf den Messestand. NEA GROUP USA verließ diesen Hotspot der gasverarbeitenden Industrien mit einem guten Gefühl. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Messebesucher nehmen die US-Kollegen zum Anlass, ihren eingeschlagenen Kurs, Engineering-Lösungen für den „Midstream“-Gasmarkt auf Basis dieses Schnellläufers anzubieten, weiterzuverfolgen.

Nichts als die Wahrheit

Die NEA GROUP verfolgt bei CAD und SAP Arbeitsprozessen das Prinzip des „Single Source of Truth“, zu Deutsch: der einzige Quell’ der Wahrheit. Dieses Prinzip besagt, dass es immer einen Datenbestand gibt, auf dessen Inhalt Verlass ist.

Single Source of Truth war auch das Thema des einwöchigen internationalen CAD Key User Meetings von NEA Deutschland in Übach-Palenberg. Die Kollegen aus Brasilien, den USA und Indien haben anschaulich und im Detail die CAD/SAP Arbeitsweise sowie die NEA Philosophie an praxisnahen Beispielen verinnerlicht.

Der Fokus lag dabei auf standortübergreifenden Projekten in der NEA GROUP. Der Gesamtprozess der CAD/SAP Schnittstelle beginnt mit dem Pflegen der technischen Attribute in der Engineering-Datenbank, um hieraus Reports und Listen zu generieren. Anschließend verwenden die User diese Attribute und Funktionen in der 3D Modellierung der Anlagenkomponenten weiter, denn einmal generierte Daten können vielfach genutzt werden – etwa für die thermische Berechnung oder für Pulsationsstudien. Zum Ende der Veranstaltung präsentierten Mike Gorgas und Rüdiger Schaaf Ausblicke auf die zukünftige Arbeitsweise für die Übergabe der technischen Daten an das SAP-ERP System.

Weiterbildung bei NEA

Nach der Aus- folgt die Weiterbildung: Emilia Hollmann im Interview

Emilia Hollmann ist 27 Jahre alt und arbeitet am NEA Stammsitz in Übach-Palenberg. Sie hat eine Duale Ausbildung bei NEUMAN & ESSER abgeschlossen – also neben ihrer betrieblichen Ausbildung einen Bachelorabschluss an einer Fachhochschule absolviert. 2014 startete Emilia Hollmann ihre Karriere bei NEA Deutschland im Vertrieb für Serienkompressoren. Parallel dazu hat sie zwei Jahre lang Wirtschaftspsychologie studiert und darin einen Masterabschluss erlangt.

Was hat Ihnen bei Ihrer Weiterbildung besonders gefallen? Bei meinem berufsbegleitenden Master gab es eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Wir haben viele Themen anhand von konkreten Anwendungsfällen besprochen. Der Austausch unter den Kommilitonen hat mir sehr gefallen. Unser Kurs war bunt gemischt, wodurch sich viele unterschiedliche Perspektiven ergaben.

Wie haben Sie sich durch die Weiterbildung persönlich verändert? Die Wirtschaftspsychologie beschäftigt sich mit menschlichem Erleben, Handeln und Entscheiden in ökonomischen Abläufen. Das Studium der Wirtschaftspsychologie vermittelt nicht nur reines Fachwissen, sondern schult außerdem die persönlichen Kompetenzen und Soft-Skills. Das ist im Vertrieb natürlich besonders relevant. Es prägt aber die ganze Wahrnehmung, das gilt für das Berufliche wie Private.

Was bringt Ihnen das Erlernte im Berufsalltag? Neben der technischen Beratung unserer komplexen Produkte ist die zwischenmenschliche Interaktion entscheidend. Das Wissen aus meinem Studium ist insofern hilfreich, als dass ich dadurch ein Gespür für Kundenbedürfnisse außerhalb des technischen Kontextes entwickelt habe. Und ich hatte während meines Aufenthaltes bei NEA Beijing die Gelegenheit bekommen, ein Soft-Skills Training mit unseren chinesischen Kollegen vor Ort durchzuführen. Das war eine tolle Erfahrung.

NEA India & NEA Gulf feiern

Aus kleinen Pflänzchen sind dank der richtigen Mannschaft robuste und selbstbewusste Standorte in Indien und den VAE geworden. In beiden Fällen war die Gründung dieser Gesellschaften 2002 eng verknüpft mit den Protagonisten Shankar Chattopadyay und Emad Tabaza, der bis heute die Geschäfte der NEA Gulf erfolgreich führt. Mut, Unternehmergeist und das Vertrauen der Unternehmerfamilie Peters waren wichtige Kriterien, um den Aufbau einer lokalen Gesellschaft erfolgreich zu gestalten.

Am Standort in Pune, Indien, sind inzwischen 60 Mitarbeiter in zwei Firmen unter der Leitung von Atul Agarwal und Satishkumar Puduru beschäftigt. Mit einem schlagkräftigen Team werden Vertrieb, Engineering, Service, Reparaturen und Packaging am eigenen Standort angeboten.

Anlässlich des Divali Festes reist das Board der beiden Gesellschaften jedes Jahr nach Pune, um neben dem Board Meeting mit den Familien zu feiern, langjährige Mitarbeiter zu ehren und die Strategie für die Zukunft zu besprechen. Im Oktober wurde Arun Iyer – Mitarbeiter der ersten Stunde bei NEA in Indien – nach 15 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. NEUMAN & ESSER sagt ein herzliches Dankeschön!

Auch NEA Gulf ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat nicht nur in Dubai, sondern auch in Saudi-Arabien einen Reparaturshop eingerichtet, wo mit etabliertem Know-how Reparaturen und Überholungen zeitnah durchgeführt werden. Mit insgesamt 25 Mitarbeitern fokussiert sich NEA Gulf insbesondere auf das Service Geschäft. Es gehört inzwischen zum guten Brauch, dass das Board gemeinsam mit dem gesamten Team bei einem Abendessen, das in diesem Jahr im Sakura Restaurant des Crowne Plaza Hotels stattfand, die langjährigen Mitarbeiter ehrt und das Jahr bei guten Gesprächen ausklingen lässt. Kleine Anekdoten aus dem Geschäftsjahr und die Vision von Morgen dürfen dabei nicht fehlen!

Ringelnatzlauf in Wurzen

„Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,
kürzt die öde Zeit,
und er schützt uns durch Vereine
vor der Einsamkeit.“

Dies reimte einst der in Wurzen geborene Dichter und Maler Joachim Ringelnatz (1883-1934). Nach ihm ist auch der Ringelnatzlauf benannt, an dem die Wurzener Kollegen teilgenommen haben. Anlässlich des Ringelnatz-Geburtstages richtete der Verschönerungsverein „Die Stadtwandler“ bereits zum 7. Mal den Lauf durch die Gassen der Stadt aus.

„Solch ein Gewusel von Groß und Klein auf dem Markt hätte Joachim Ringelnatz bestimmt gefallen“, bemerkt Wilfried Römling, der die Organisation für die Mitarbeiter übernommen hat. Je vier Sportler nahmen die 5- und 10 km-Strecke in Angriff, während der jüngste NEA-Runner Finn Dubiel auf der 600 m-Runde einen ausgezeichneten 4. Platz belegte.

Das Wurzener Publikum sparte nicht mit Beifall und überglücklich nahm jeder im Ziel die schicke Finisher-Medaille und die Urkunde in Empfang. Alle sind sich einig, im nächsten Jahr wieder an den Start zu gehen. Vielleicht schnüren dann noch weitere NEA-Läufer die Schuhe, um auf den Spuren von Joachim Ringelnatz durch Wurzens Altstadt zu laufen.

Aachener Firmenlauf

Deutlich größer war die Veranstaltung in Aachen, bei der sich die Läuferinnen und Läufer vom Stammsitz angemeldet haben. Insgesamt 7000 Sportbegeisterte aus rund 500 Firmen nahmen am 6. Aachener Firmenlauf teil; mehr als 30 davon vom NEA Stammsitz in Übach-Palenberg. Einige Mitarbeiter haben sich Wochen und Monate auf den Firmenlauf vorbereitet.

12 Läufer waren für das 10 km-Team gemeldet, für das 5 km-Team waren es sogar 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch wenn es ein paar Absagen zu beklagen gab, war die Stimmung richtig gut. Die NEUMAN & ESSER Läufer konnten hervorragende Ergebnisse erzielen, vor allem das 5 km-Team machte einen tollen 18. Platz in der Mixed-Gesamtwertung.

Tolles Turnier der HOFERaner

Das Runde muss ins Eckige! Dies gilt auch für die neu gegründete Fußballmannschaft der Firma Andreas Hofer Hochdrucktechnik. Nach nur wenigen Trainingseinheiten stellte sich die Mannschaft bei einem Turnier vom Mülheimer Fußballclub SC Croatia der Herausforderung.

Insgesamt 12 Teams kämpften am 8. Juli 2017 auf der Sportanlage Moritzstraße in Mülheim/Ruhr um den Titel. Die HOFER Mannschaft überzeugte mit starken Leistungen. Technik, Taktik und Einstellung stimmten, aber durch Verletzungen geschwächt, konnte das Team kein Spiel für sich entscheiden. So blieb nur ein ehrenvoller letzter Platz.

Dank der schönsten Trikots und der zahlreichen und vorbildlichen Unterstützung vieler Fans, bestehend aus Mitarbeitern, Freunden und Familie, war das Team trotzdem titelreif.

Glückwunsch an die Turniersieger! Aber eins ist sicher: Nächstes Jahr holen die HOFERaner den Pott!

NEA Unterwegs

25. NEA Pistons Tour

Herrlichstes Altweiberwetter war den 20 „NEA Pistons“ aus Übach-Palenberg, Aachen, Düsseldorf, Köln und Siegburg zur 25. Jubiläumstour beschert. Diese startete am 14. Oktober morgens mit einem kräftigenden Frühstück in Schwammenaul in der Eifel, zu dem sich auch einige Oldtimer-Liebhaber einfanden.

Die Tour sah 205 km über die Eifeler Ardennen bis nach Durbuy, der kleinsten Stadt Belgiens, vor. Ein guter Mix aus zügig zu befahrenden Landstraßen und kleinsten Nebenstraßen durch wunderschöne herbstliche Landschaften ließ jedes Biker-Herz höher schlagen. In den Pausen kam das Fachsimpeln über Motoren und Motorräder erwartungsgemäß nicht zu kurz. Franz-Josef Ritzen, der dieses Mal mit seinem Porsche 911 F aus dem Jahre 1968 beiwohnte, gestand nach der Tour: „Nächstes Mal sitze ich wieder auf meiner BMW. Der Kick, die 110 PS unterm Sattel zu spüren, fehlte mir!“

Steckbrief

Oliver Spanner

■ seit 2012 Vertriebsleiter und seit 1. Januar 2017 Prokurist bei Andreas Hofer Hochdrucktechnik GmbH
■ geboren am 17. Februar 1967 in Langenfeld, verheiratet, zwei Töchter

Ausbildung: ■ 1986-1990 Maschinenbaustudium an der FH Düsseldorf

Beruflicher Werdegang: ■ 2011-2012 Neumaschinenvertrieb bei HOFER
■ 2009-2011 Projektleiter bei Andreas Hofer Hochdrucktechnik GmbH
■ 2004-2009 Gruppenleiter / Abteilungsleiter Trocknerbau bei Vits Systems GmbH, Langenfeld
■ 1991-2004 Projektierung + Konstruktion bei G. Siempelkamp GmbH & Co KG, Krefeld

Hobbys: ■ Reisen, Lesen

Zeit für ein Kreuzverhör

80. Geburtstag Klaus Peters & 60. Geburtstag Franz-Josef Ritzen

Franz-Josef Ritzen: Als ich mit 26 Jahren bei NEA anfing, war Klaus Peters, damals Geschäftsführender Gesellschafter, gefühlt fast doppelt so alt wie ich. Jetzt habe ich aufgeholt; uns trennen nur noch 20 Jahre. Leider.

Klaus Peters: Franz-Josef Ritzen hat eine steile Karriere bei NEUMAN & ESSER gemacht. Vom jungen Ingenieur zum Geschäftsführer von NEA Deutschland. Bereits als Trainee fiel er durch sein aktives Denken und Handeln auf. Bis heute zeigt er großen Einsatz ohne Wenn und Aber. Auf einer gemeinsamen Reise im Jahr 1990 fragte er, welche Verantwortung er bei NEA erreichen könne. Ich antwortete. „Sie haben den Marshall-Stab im Rucksack. Das liegt allein an Ihnen!“

Franz-Josef Ritzen: Von Anfang an gab er mir einen großen Spielraum für sämtliche Entscheidungen. Das tat er auch bei Stefanie und Alexander bereits vor der Staffelholzübergabe. Danach umso mehr. Ein Mann, ein Wort! Die Chemie zwischen uns stimmte auch auf Reisen. Es wurde keine Minute langweilig mit ihm. Über mindestens 25 Jahre haben wir zusammen Fernreisen gemacht. Bei etwa acht Reisen pro Jahr und durchschnittlich 10.000 km pro Reise macht das 50 Mal um den Äquator. Da hat man viel Zeit, sich kennenzulernen.

KKlaus Peters: Beim Zusammensein auf Reisen abends haben wir die Eindrücke der Geschäftsgespräche rekapituliert, um daraus gemeinsam ein Fazit zu ziehen und zu lernen. Am nächsten Tag sind wir dann mit denselben Vorstellungen ins Kundengespräch gegangen. Aber nach Dienstschluss durfte auch der Spaß nicht fehlen. Mitarbeiter müssen Freude am Reisen haben!

Franz-Josef Ritzen: Ich schätze besonders seine Zuverlässigkeit und Weitsicht bei dem, was er sagt und tut. Er trifft immer ins Schwarze mit seinen Meinungen zu Märkten, Ländern und Produkten. Genauso bei einer Verabredung, wenn wir aus unterschiedlichen Richtungen angeflogen kamen. Klaus Peters stand immer auf die Minute am verabredeten Treffpunkt.

Klaus Peters: Herr Ritzen beschäftigt sich intensiv mit den Sitten und Kulturen der Länder seines Vertriebsgebietes. Das hilft ihm bei seinem Verhandlungsgeschick. Er hat immer klare Vorstellungen von Preis und Garantien. Vor allem kann er gut zuhören und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Franz-Josef Ritzen: Klaus Peters ist für uns alle eine deutsche Eiche: robust und widerstandsfähig. Ich freue mich bereits auf seinen 90. Geburtstag – aber dann bin ich ja schon 70!

Jubilare weltweit 2017

50 Jahre Firmenzugehörigkeit NEUMAN & ESSER GmbH & Co. KG Maschinenfabrik

Egon Horbach